Landesvertretertag 2025
Beim Landesvertretertag in Nidda: Stefan Knoche, Bodo Winter, Staatsminister Roman Poseck, Alexander Seitz und Monika Ganteföhr (von links). © Erich Engel
Bodo Winter bleibt Vorsitzender der hessischen Schiedsleute
Beim Landesvertretertag in Bad Salzhausen wurde auch ein neues Konzept zur Zusammenarbeit von Polizei und Schiedsamt vorgestellt.
Die Wertschätzung und Anerkennung für die ehrenamtlichen Schiedsmänner und Schiedsfrauen in Hessen haben sich wie ein roter Faden durch die Ansprachen aller Redner beim Landesvertretertag gezogen. Die Landesvereinigung Hessen hatte ihre Delegierten als Vertreter der mehr als 800 hessischen Schiedsleute in das Kurhaushotel nach Bad Salzhausen eingeladen.
Sie tragen dazu bei, dass Menschen sich wieder die Hand geben.
Roman Poseck
Bodo Winter aus Büdingen, seit 2017 Landesvorsitzender Hessen im Bund Deutscher Schiedsmänner und Schiedsfrauen (BDS), wurde von der Versammlung einstimmig wiedergewählt. Er wird somit auch in den kommenden vier Jahren die Geschicke der hessischen Schiedsleute lenken.
Ebenfalls im Amt bestätigt wurde die stellvertretende Landesvorsitzende Monika Hilkert-Hübner aus Kelkheim. Neu gewählt wurden Schriftführer Rainer Hartmann aus Tann in der Rhön sowie Landesschatzmeisterin Manuela Wendorf aus Weißenborn in Nordhessen. Der bisherige Beisitzer und IT-Beauftragte Ottmar Trageser aus Freigericht wurde mehrheitlich in seinem Amt bestätigt. Als Beisitzer wurden Ilse Scheuner aus Groß-Gerau und Monika Zerbe-Hardt aus Wiesbaden in den Landesvorstand gewählt.
Einvernehmliche Lösungen
Die Schiedsleute entlasten die Justiz, stärken das Vertrauen in den Rechtsstaat und fördern den gesellschaftlichen Zusammenhalt – das betonte Niddas Erster Stadtrat Thomas Repp (CDU) in seinem Grußwort. Sie fungierten als Mahner, Moderatoren und Brückenbauer.
„Gerichtliche Verfahren kennen nur Sieger und Verlierer, aber Sie, die Schiedsleute, bereiten den Weg zur Schlichtung. Damit tragen Sie enorm zur Entlastung der Justiz bei“, bekräftigte auch Dr. Alexander Seitz, Präsident des Oberlandesgerichts Frankfurt. „Wir sind Ihnen sehr dankbar dafür, dass Sie in Ausübung dieses staatlichen Amtes für Frieden im Ort und unter Nachbarn sorgen.“
Stefan Knoche, Direktor des Amtsgerichts Büdingen, schloss sich den Dankesworten an: „Sie leisten hervorragende Arbeit. Sie sind viel näher dran am Geschehen und haben so die Möglichkeit, vor Ort einvernehmliche Lösungen zu finden.“
Monika Ganteföhr, Vorsitzende der Bundesvereinigung, berichtete von der Bundestagung, bei der 21 Sitzungen in Kassel stattfanden. Sie erinnerte daran, dass dieses Ehrenamt im Auftrag der Justiz zur außergerichtlichen Streitschlichtung in zwei Jahren seinen 200. Geburtstag feiern wird, und stellte verschiedene Angebote des BDS für die Schiedsleute vor.
Der Hessische Minister des Inneren, für Sicherheit und Heimatschutz sowie Ehrenmitglied der BDS-Landesvereinigung Hessen, Prof. Dr. Roman Poseck (CDU), war als Gastredner geladen. In seinem Fachvortrag erläuterte er ein Konzept zur Weiterentwicklung der Zusammenarbeit zwischen Polizei und den Hessischen Schiedsämtern – unter Federführung des Hessischen Landeskriminalamts und der BDS-Landesvereinigung.
„Sicherheit ist ein Grundbedürfnis der Menschen. Hessen ist ein überdurchschnittlich sicheres Bundesland“, sagte der Minister. Dies sei vor allem dem umfassenden Sicherheitskonzept zu verdanken, in dem die Polizei das Herzstück der Sicherheitsarchitektur bilde.
„Sicherheit ist aber auch eine Gemeinschaftsaufgabe. Das erfolgreiche Programm ‚Kompass‘, dem inzwischen fast die Hälfte der hessischen Kommunen angehört, ist dafür ein Beispiel“, sagte Poseck weiter. Durch gemeinsam entwickelte Präventionsmaßnahmen werde vor allem das subjektive Sicherheitsgefühl gestärkt.
Auch die Schiedsfrauen und -männer leisteten einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit. Sie förderten das friedliche und respektvolle Zusammenleben, indem sie Streitigkeiten nachhaltig lösten und Eskalationen verhinderten
Wichtiger Beitrag zur Sicherheit
„Damit entlasten sie auch unsere Polizei und tragen dazu bei, dass Menschen sich wieder die Hand geben“, würdigte Poseck die wertvolle Arbeit der Schiedsleute. „Durch die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Polizei und Schiedsamt gewinnen vor allem die Menschen und die Gesellschaft.“
Abschließend betonte der Minister, dass man weiterhin daran arbeiten werde, die Gesellschaft zusammenzuhalten und den respektvollen Umgang miteinander zu stärken. (een)
Mit freundlicher Genehmigung
Text und Bild: Erich Engel, Kreis Anzeiger für Wetterau und Vogelsberg
Fürs Gemeinwesen von unschätzbarem Wert
Bodo Winter, für ehrenamtliches Engagement mit Bundesverdienstkreuz gewürdigt.
Hessen Sozialministerin Heike Hofmann hat am 26.Mai 2025, stellvertretend für Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier den Verdienstorden am Bande der Bundesrepublik Deutschland an Bodo Winter aus Büdingen ausgehändigt und damit dessen außerordentliches Engagement gewürdigt.
Herr Winter ist seit 1995 Schiedsmann der Stadt Büdingen. „Er übt das Amt in der sechsten Wahlperiode aus, wurde unumstritten immer wiedergewählt und es gab, wie man hört, in all diesen Jahren keine einzige Beschwerde“, so die Ministerin. Wie das Nachrichtenmagazin „der Spiegel“ 2024 in einer großen Reportage recherchierte, war Bodo Winter in mehr als 2000 Fällen als Schiedsmann tätig – und das mit einer beeindruckenden Erfolgsquote. Darüber hinaus zeigt auch sein Engagement auf Bezirks- Lands- und Bundesebene, dass er das Schiedsamt mit großer Leidenschaft lebt und befördert, sagte die Ministerin Heike Hofmann im Zuge einer Feierstunde in der Hessischen Staatskanzlei in Wiesbaden.
Bodo Winter übernahm 1999 den Vorsitz der Bezirksvereinigung Gießen im Bund Deutscher Schiedsmänner und Schiedsfrauen (BDS) eine Position, die er – wie auch alle anderen aufgeführten Positionen - bis heute innehat. Im Bundesvorstand ist Winter überdies seit 2012 als Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zuständig; seit 2017 ist Winter auch Hessischer Landesvorsitzender des BDS. „Seit 2011 ist Winter zudem als zertifizierter Mediator aktiv“., so die Ministerin. Auch sei Bodo Winter im Bereich der Kommunalpolitik wie auch im Vereinsleben über Jahrzehnte höchst engagiert.
Frau Hofmann erklärte, dass sie selbst seit Jahrzehnten mit Bodo Winter persönlich eng befreundet sei und sie es daher als Geschenk und besondere Ehre empfinde ihm diese Ehrung zu Teil werden zu lassen. Bodo Winter gehöre „ohne Zweifel zum Kreis ehrenamtlich höchst engagierter Bürger, ohne die unser Gemeinwesen nicht bestehen könnte“, so die Ministerin.
Der Bürgermeister der Stadt Büdingen, Benjamin Harris, überbrachte die Glückwünsche der Stadt Büdingen und würdigte ebenfalls die außergewöhnliche Persönlichkeit von Bodo Winter, der in der Stadt, und auch bei ihm höchstpersönlich, höchste Wertschätzung genieße.
Für den BDS brachte abschließend der Stellvertretende Bezirksvorsitzende Dieter Müller seine besondere Hochachtung für den Geehrten zum Ausdruck.
Monika Hilkert-Hübner, Stellvertretende Hessische Landesvorsitzende.
Bodo Winter, Staatsministerin Heike Hofmann
Bürgermeister Harris, Bodo Winter, Staatsministerin Heike Hofmann
Bodo Winter und Staatsministerin Heike Hofmann im Kreise der Ehrengäste
Neujahrsempfang 2025 Bezirksvereinigung Hanau Main Kinzig
Alle Jahre wieder…so könnte man das Motto des Neujahrsempfangs der Bezirksvereinigung Hanau Main Kinzig zutreffend beschreiben. Auch in 2025 trafen sich die Schiedspersonen und Ehrengäste dieser kleinen und rührigen Bezirksvereinigung im Barbarossasaal des Main Kinzig Forums in Gelnhausen. Auch in diesem Jahr wurde der repräsentative Raum für diese traditionelle Veranstaltung vom Landkreis kostenfrei zur Verfügung gestellt.
Der Bezirksvorsitzende Hans Jürgen Müller der dieser Vereinigung seit vielen Jahren mit Engagement und Herzblut vorsteht, zeigte sich erfreut darüber, dass neben zahlreichen Mitgliedern auch wieder einige Ehrengäste den Weg nach Gelnhausen gefunden haben. So waren neben dem Landrat des Main Kinzig Kreises, Herr Thorsten Stolz, auch der Landesvorsitzende des BDS Hessen, Herr Bodo Winter, erschienen. Auch die Justiz war prominent vertreten. Neben der stellvertretenden Direktorin des Amtsgerichts Gelnhausen, Frau Karin Lang, war auch die Stellvertretende Direktorin des Amtsgerichts Hanau, Frau Eva Schmidtbleicher, der Einladung zu dieser Veranstaltung gefolgt. Alle Ehrengäste waren sich in ihren Grußworten einig darüber, wie wertvoll und geradezu unerlässlich die vorgerichtliche Streitschlichtung für unsere Gesellschaft ist.
Nach dem offiziellen Teil dieser gelungenen Veranstaltung, saßen die Beteiligten dann noch eine ganze Weile bei Snacks und Getränken fachsimpelnd zusammen.